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Wortschatz & Stil · B2 bis C1

Nomen-Verb-Verbindungen

eine Entscheidung treffen, zur Verfügung stehen, in Kraft treten, Rücksicht nehmen – wer Behördenbriefe liest, Berichte schreibt oder eine B2- oder C1-Prüfung ablegt, braucht diese festen Verbindungen. Sie sind der Kern des Nominalstils und ein eigener Prüfungsteil in telc und Goethe. Hier stehen die 60 wichtigsten mit einfachem Verb und Beispiel, die Paare, die zusammengehören, und die Methode, mit der sie hängen bleiben.

Was eine Nomen-Verb-Verbindung ist

In einer Nomen-Verb-Verbindung (fachsprachlich: Funktionsverbgefüge) trägt das Nomen die Bedeutung, und das Verb ist fast leer – es „funktioniert“ nur grammatisch. Eine Entscheidung treffen heißt nicht mehr als entscheiden; treffen hat hier nichts mit Begegnung zu tun. Fast jede Verbindung hat ein einfaches Verb als Entsprechung:

Nomen-Verb-Verbindungeinfaches VerbRegister
eine Entscheidung treffenentscheidenformell, schriftlich: Behörde, Wirtschaft, Wissenschaft, Nachrichten
eine Frage stellenfragen
zur Verfügung stehenverfügbar sein
in Kraft tretengültig werden

Die Verbindungen sind fest: Nomen, Präposition und Verb lassen sich nicht austauschen. Eine Entscheidung machen oder eine Frage geben versteht man zwar, es ist aber falsch – und genau diese Festigkeit wird in Prüfungen abgefragt.

Warum Sie sie brauchen

  • Lesen: Behördenbriefe, Verträge, Arbeitsanweisungen und Zeitungstexte sind voll davon: Wir bitten Sie, die Unterlagen zur Verfügung zu stellen. – Die Regelung tritt am 1. Januar in Kraft. – Der Antrag wird in Bearbeitung genommen. Wer die Verbindung nicht kennt, versteht das Verb wörtlich – und den Satz falsch. Mehr dazu unter Behördenbriefe verstehen.
  • Prüfungen: In den Sprachbausteinen von telc B2 und C1, im Teil Sprachbausteine des Deutsch-Tests für den Beruf B2/C1 und in Lückentexten des Goethe-Zertifikats C1 werden feste Verbindungen direkt abgefragt: Welches Verb fehlt?
  • Schreiben: Stellungnahmen, Berichte, Bewerbungen und Hausarbeiten verlangen den formellen Stil. Ich möchte einen Beitrag leisten klingt anders als Ich möchte beitragen – und wird in der Bewertung unter „Register“ und „Wortschatz“ honoriert.
  • Beruf: Rücksprache halten, Bescheid geben, in Anspruch nehmen, Stellung nehmen, zur Kenntnis nehmen – Alltagswortschatz in jedem Büro. Siehe Business-Deutsch.

Die wichtigsten Verbindungen – nach Funktionsverb sortiert

Sortiert nach dem Verb, weil das Verb die Gruppe zusammenhält: Wer weiß, dass treffen Entscheidungen, Maßnahmen und Vorbereitungen „macht“, hat drei Verbindungen mit einer Regel gelernt.

treffen, stellen, nehmen

VerbindungBedeutungBeispiel
eine Entscheidung treffenentscheidenDer Ausschuss hat noch keine Entscheidung getroffen.
Maßnahmen treffen / ergreifenhandeln, etwas unternehmenDie Stadt hat Maßnahmen gegen den Lärm getroffen.
Vorbereitungen treffenvorbereitenFür die Prüfung habe ich alle Vorbereitungen getroffen.
eine Vereinbarung treffenvereinbarenBeide Seiten haben eine Vereinbarung getroffen.
eine Frage stellenfragenDarf ich Ihnen eine Frage stellen?
einen Antrag stellenbeantragenSie müssen den Antrag bis zum 31. März stellen.
zur Verfügung stellengeben, bereitstellenDie Firma stellt ihren Mitarbeitern Laptops zur Verfügung.
in Frage stellenbezweifelnNiemand stellt seine Kompetenz in Frage.
Anforderungen stellenverlangenDie Stelle stellt hohe Anforderungen an die Sprachkenntnisse.
unter Beweis stellenbeweisenSie hat ihr Können unter Beweis gestellt.
Rücksicht nehmen aufberücksichtigen, schonenBitte nehmen Sie Rücksicht auf die Nachbarn.
in Anspruch nehmennutzen, beanspruchenSie können die Beratung kostenlos in Anspruch nehmen.
Stellung nehmen zuseine Meinung sagenDer Minister nahm zu den Vorwürfen Stellung.
zur Kenntnis nehmenregistrieren, wahrnehmenWir haben Ihr Schreiben zur Kenntnis genommen.
Abschied nehmen vonsich verabschiedenSie nahm Abschied von ihren Kollegen.
in Kauf nehmenakzeptieren (einen Nachteil)Für den Job nimmt er den langen Arbeitsweg in Kauf.
Bezug nehmen aufsich beziehen aufIch nehme Bezug auf Ihr Schreiben vom 3. Mai.
Einfluss nehmen aufbeeinflussenDie Eltern nehmen Einfluss auf die Entscheidung.

bringen, kommen, stehen, setzen, treten

VerbindungBedeutungBeispiel
zum Ausdruck bringenausdrückenSie brachte ihre Enttäuschung deutlich zum Ausdruck.
in Erfahrung bringenherausfindenIch konnte nicht in Erfahrung bringen, wer zuständig ist.
zur Sprache bringenansprechenEr brachte das Problem im Meeting zur Sprache.
in Ordnung bringenreparieren, regelnWir bringen das in Ordnung.
zu Ende bringenbeenden, abschließenSie hat das Projekt erfolgreich zu Ende gebracht.
zu dem Ergebnis / Schluss kommenfolgernDie Studie kommt zu dem Ergebnis, dass …
in Frage kommenmöglich / geeignet seinFür die Stelle kommen drei Bewerber in Frage.
zum Einsatz kommeneingesetzt / benutzt werdenIm Unterricht kommen digitale Medien zum Einsatz.
in Betracht kommen / ziehenmöglich sein / erwägenEine Verlängerung kommt nicht in Betracht. – Wir ziehen einen Umzug in Betracht.
zu Wort kommensprechen dürfenIn der Diskussion kamen alle zu Wort.
zustande kommenentstehen, gelingenDer Vertrag ist nicht zustande gekommen.
zur Verfügung stehenverfügbar seinFür Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.
in Verbindung / Kontakt stehen mitKontakt habenWir stehen mit dem Amt in Verbindung.
unter Druck stehen / setzenDruck haben / Druck machenDas Team steht unter Zeitdruck. – Niemand darf Sie unter Druck setzen.
im Mittelpunkt stehenam wichtigsten seinIm Kurs steht das Sprechen im Mittelpunkt.
zur Debatte / Diskussion stehendiskutiert werdenEine Preiserhöhung steht nicht zur Debatte.
in Kraft setzen / tretengültig machen / gültig werdenDas Gesetz tritt am 1. Januar in Kraft.
außer Kraft setzen / tretenungültig machen / ungültig werdenDie alte Regelung wurde außer Kraft gesetzt.
in Kenntnis setzeninformierenWir setzen Sie umgehend in Kenntnis.
in Gang setzen / kommenstarten / anlaufenDas Verfahren wurde in Gang gesetzt.
aufs Spiel setzenriskierenEr setzt seine Gesundheit aufs Spiel.
in Kontakt treten mitKontakt aufnehmenBitte treten Sie mit uns in Kontakt.

geben, leisten, halten, führen, haben, machen

VerbindungBedeutungBeispiel
Bescheid geben / sageninformierenGeben Sie mir bitte bis Freitag Bescheid.
Auskunft geben / erteileninformierenDas Amt gibt telefonisch keine Auskunft.
in Auftrag gebenbeauftragenDie Stadt hat eine Studie in Auftrag gegeben.
Anlass geben zuverursachen, Grund sein fürDie Zahlen geben Anlass zur Sorge.
einen Beitrag leisten zubeitragenJeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Hilfe leistenhelfenDie Nachbarn leisteten erste Hilfe.
Widerstand leistensich wehrenDie Bevölkerung leistete Widerstand.
Folge leistenbefolgen, nachkommenBitte leisten Sie der Aufforderung Folge.
Rücksprache halten mitsich absprechenIch halte kurz Rücksprache mit meiner Chefin.
einen Vortrag / eine Rede haltenvortragenSie hält morgen einen Vortrag über KI.
Abstand haltenDistanz wahrenBitte halten Sie Abstand.
ein Gespräch führensprechenWir haben ein langes Gespräch geführt.
Protokoll führenprotokollierenWer führt heute Protokoll?
zum Erfolg führenerfolgreich seinDie neue Strategie führte zum Erfolg.
zur Folge habenbewirkenDer Streik hatte Verspätungen zur Folge.
Einfluss / Auswirkungen haben aufbeeinflussen / sich auswirkenDas Wetter hat Einfluss auf die Stimmung.
in der Lage seinkönnenSie ist in der Lage, das Problem zu lösen.
der Meinung / Ansicht seinmeinenIch bin der Meinung, dass …
einen Vorschlag machenvorschlagenDarf ich einen Vorschlag machen?
Fortschritte machenvorankommenSie macht große Fortschritte im Sprechen.
sich Gedanken / Sorgen machennachdenken / sich sorgenMachen Sie sich keine Sorgen.
Kritik üben ankritisierenDie Opposition übte scharfe Kritik an dem Plan.
Einspruch / Widerspruch erheben / einlegenwidersprechenGegen den Bescheid können Sie Widerspruch einlegen.
Anwendung findenangewendet werdenDiese Regel findet hier keine Anwendung.
Berücksichtigung findenberücksichtigt werdenIhre Hinweise haben Berücksichtigung gefunden.
zur Verantwortung ziehenverantwortlich machenDie Täter wurden zur Verantwortung gezogen.
Konsequenzen ziehen ausFolgerungen ableitenAus dem Fehler haben wir Konsequenzen gezogen.

Die Paare: Aktiv und Passiv in einer Verbindung

Viele Verbindungen kommen paarweise vor – einmal mit einem Verb, das etwas bewirkt (setzen, stellen, bringen, ziehen), einmal mit einem Verb, das den Zustand oder Vorgang beschreibt (treten, stehen, kommen). Das zweite Verb ersetzt ein Passiv – und ist ein typisches Merkmal der Behördensprache:

jemand bewirkt eses passiert / es ist soentspricht
in Kraft setzenin Kraft tretengültig machen / gültig werden
zur Verfügung stellenzur Verfügung stehenbereitstellen / verfügbar sein
zur Sprache bringenzur Sprache kommenansprechen / angesprochen werden
zum Ausdruck bringenzum Ausdruck kommenausdrücken / sichtbar werden
in Frage stellenin Frage kommenbezweifeln / möglich sein (verschiedene Bedeutungen!)
in Verbindung setzenin Verbindung stehenKontakt aufnehmen / Kontakt haben
unter Druck setzenunter Druck stehenDruck ausüben / Druck haben
in Betracht ziehenin Betracht kommenerwägen / möglich sein
zu Ende bringenzu Ende gehenbeenden / enden
in Gang setzenin Gang kommenstarten / anlaufen
zur Kenntnis bringenzur Kenntnis nehmenmitteilen / registrieren

Wer diese Paare kennt, versteht, warum in Behördenbriefen so selten werden vorkommt: Die Regelung tritt in Kraft sagt dasselbe wie Die Regelung wird in Kraft gesetzt – ohne Passiv. Mehr zu den Ersatzformen unter Passiv.

Grammatik: was fest ist und was sich bewegt

  • Artikel: Viele Verbindungen stehen ohne Artikel (Rücksicht nehmen, in Kraft treten, Bescheid geben), andere mit unbestimmtem (eine Entscheidung treffen) oder bestimmtem Artikel (zur Verfügung = zu der). Der Artikel gehört zur Verbindung und wird mitgelernt.
  • Präposition und Kasus: fest – in Kraft (Akk.), zur Verfügung (Dat.), unter Druck (Akk./Dat. je nach Verb). Viele Verbindungen haben zusätzlich eine Präposition für das Objekt: Rücksicht nehmen auf, Stellung nehmen zu, Kritik üben an, einen Beitrag leisten zu – siehe Verben mit Präpositionen.
  • Satzklammer: Der nominale Teil steht am Satzende, wie eine trennbare Vorsilbe: Das Gesetz tritt am 1. Januar in Kraft. – Er hat gestern eine wichtige Entscheidung getroffen. Mehr unter Satzbau und Wortstellung.
  • Adjektive: Das Nomen kann ein Adjektiv bekommen, wo das einfache Verb ein Adverb bräuchte: eine schwere Entscheidung treffen, scharfe Kritik üben, einen wichtigen Beitrag leisten.
  • Passiv: Bei Verbindungen mit Akkusativ-Nomen möglich: Eine Entscheidung wurde getroffen. Maßnahmen wurden ergriffen.

Nominalstil und Verbalstil: die Prüfungsaufgabe

In C1-Prüfungen und im Studium wird häufig verlangt, einen Satz vom einen Stil in den anderen zu bringen. Die Nomen-Verb-Verbindung ist dabei die Brücke:

Verbalstil (gesprochen, persönlich)Nominalstil (schriftlich, formell)
Wir haben uns entschieden, den Vertrag zu kündigen.Wir haben die Entscheidung getroffen, den Vertrag zu kündigen. → Nach der Entscheidung zur Kündigung des Vertrags …
Bitte sagen Sie uns bis Freitag, ob Sie kommen.Bitte geben Sie uns bis Freitag Bescheid, ob Sie kommen.
Ich kann Ihnen gern helfen.Ich stehe Ihnen gern zur Verfügung.
Die Regel gilt ab Januar.Die Regelung tritt im Januar in Kraft.
Wir haben Ihre Hinweise berücksichtigt.Ihre Hinweise haben Berücksichtigung gefunden.

Ein ehrlicher Hinweis: Der Nominalstil ist ein Werkzeug, kein Ziel. In E-Mails an Kollegen, im Gespräch und in persönlichen Texten wirkt Ich stehe zur Verfügung steif; dort ist Ich helfe gern besser. Auf B2/C1 geht es darum, beide Register zu beherrschen und das passende zu wählen – siehe Schreiben üben.

Was auf welcher Stufe verlangt wird

StufeErwartung
B1Einzelne Verbindungen als Alltagswortschatz: eine Frage stellen, Bescheid geben, einen Vorschlag machen, sich Sorgen machen, einen Termin vereinbaren – siehe B1-Kurs
B2Die rund 30 häufigsten Verbindungen erkennen und in formellen Texten verwenden; Sprachbausteine in telc B2 und DTB B2; Behördenbriefe verstehen – siehe B2-Kurs
C1Aktiver Gebrauch in Stellungnahmen, Berichten und Hausarbeiten; Umformung zwischen Verbal- und Nominalstil; Paare und Präpositionen sicher; Lückentexte im Goethe-Zertifikat C1 und in telc C1 – siehe C1-Kurs

Wie man Nomen-Verb-Verbindungen lernt

1

Als Ganzes, nie in Teilen

Nicht Verfügung lernen, sondern zur Verfügung stehen / stellen – mit Artikel, Präposition und beiden Verben. Die Einheit ist die Verbindung, nicht das Wort.

2

Nach Verb gruppieren

Alles, was man trifft, stellt, nimmt, bringt – in Gruppen von fünf bis acht. Das Verb ist der Haken, an dem die Nomen hängen bleiben.

3

Das einfache Verb daneben

Jede Verbindung mit ihrer Entsprechung: eine Entscheidung treffen = entscheiden. So wird die Bedeutung klar – und Sie können zwischen den Registern wechseln.

4

In echten Texten wiederfinden

Behördenbriefe, Nachrichten, Ihre eigene Arbeitspost: Markieren Sie die Verbindungen, die Sie gelernt haben. Nach zwei Wochen erkennen Sie sie überall – und ab dann bleiben sie.

Typische Fehler – und was dagegen hilft

  • Falsches Verb: eine Entscheidung machen, eine Frage geben, einen Antrag machen. Gegenmittel: Verbindung als Ganzes lernen – treffen, stellen, stellen.
  • Falsche Präposition: in Verfügung stehen, auf Kraft treten. Gegenmittel: Präposition gehört zur Verbindung – zur Verfügung, in Kraft.
  • Verbindung wörtlich verstanden: in Kauf nehmen hat nichts mit Einkaufen zu tun, in Frage kommen nichts mit Fragen. Gegenmittel: das einfache Verb danebenschreiben.
  • Nominaler Teil an der falschen Stelle: Das Gesetz tritt in Kraft am 1. Januar. Gegenmittel: nominaler Teil ans Satzende – wie eine trennbare Vorsilbe.
  • Paar verwechselt: Die Regel tritt in Kraft gesetzt. Gegenmittel: setzen = jemand macht es, treten = es passiert.
  • Zu viel Nominalstil: Ich nehme zur Kenntnis, dass du zur Verfügung stehst – an einen Freund. Gegenmittel: Register prüfen – wer liest das?

Im Unterricht arbeiten wir mit den Verbindungen, die in Ihren Texten vorkommen – Arbeitspost, Behördenbriefe, Prüfungsaufgaben – und üben die Umformung zwischen den Registern, bis sie automatisch kommt. Wie ich Wortschatz vermittle, beschreibt die Seite Wortschatz aufbauen.

Häufige Fragen

Was sind Nomen-Verb-Verbindungen?

Feste Verbindungen aus einem Nomen (oft mit Präposition) und einem Verb, bei denen das Nomen die Bedeutung trägt und das Verb nur grammatisch funktioniert: eine Entscheidung treffen (= entscheiden), zur Verfügung stehen (= verfügbar sein), in Kraft treten (= gültig werden). Fachsprachlich heißen sie Funktionsverbgefüge.

Sie sind typisch für die formelle Schriftsprache – Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Nachrichten.

Warum sind Nomen-Verb-Verbindungen für B2 und C1 wichtig?

Weil sie direkt geprüft werden: in den Sprachbausteinen von telc B2/C1 und dem Deutsch-Test für den Beruf B2/C1 sowie in Lückentexten des Goethe-Zertifikats C1. Außerdem entscheiden sie beim Schreiben über das Register – und beim Lesen von Behördenbriefen und Verträgen über das Verständnis.

Wie viele Nomen-Verb-Verbindungen muss ich lernen?

Für B2 reichen die rund 30 häufigsten (eine Entscheidung treffen, zur Verfügung stehen/stellen, in Anspruch nehmen, Rücksicht nehmen, Bescheid geben, in Frage kommen/stellen, in Kraft treten, einen Beitrag leisten, Stellung nehmen, zur Kenntnis nehmen …). Für C1 sollten es 60 bis 80 sein – inklusive der Paare und der Präpositionen für das Objekt.

Was ist der Unterschied zwischen in Kraft setzen und in Kraft treten?

setzen bedeutet, dass jemand etwas bewirkt: Die Regierung setzt das Gesetz in Kraft. treten beschreibt den Vorgang selbst, ohne Handelnden: Das Gesetz tritt in Kraft. Das zweite ersetzt ein Passiv (wird in Kraft gesetzt). Solche Paare gibt es viele: zur Verfügung stellen / stehen, zur Sprache bringen / kommen, in Betracht ziehen / kommen.

Soll ich immer Nomen-Verb-Verbindungen benutzen?

Nein. Sie gehören in formelle schriftliche Texte – Berichte, Stellungnahmen, Geschäftsbriefe, Hausarbeiten. Im Gespräch, in E-Mails an Kollegen und in persönlichen Texten wirkt der Nominalstil steif; dort ist das einfache Verb besser. Ziel auf B2/C1 ist, beide Register zu beherrschen und passend zu wählen.

Preise

Einzelunterricht

45 € / 60 Min.

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Kleingruppe

30 € / Person · 60 Min.

2–3 Personen · kommunikativ

Prüfungsvorbereitung

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