Zuerst das Wichtigste
33 Fragen (30 allgemeine + 3 zu Ihrem Bundesland), 60 Minuten Zeit, vier Antwortmöglichkeiten pro Frage und genau eine richtige. Bestanden ab 17 richtigen Antworten. Alle Fragen stammen aus einem öffentlichen Katalog mit 300 allgemeinen Fragen und 10 Fragen je Bundesland. Der Test prüft Wissen, nicht Sprache – der Sprachnachweis für die Einbürgerung wird getrennt erbracht, in der Regel auf Niveau B1.
Ein Test, zwei Namen
| Test „Leben in Deutschland“ | Einbürgerungstest | |
|---|---|---|
| Wann | am Ende des Orientierungskurses im Integrationskurs | unabhängig von einem Kurs, nach Anmeldung bei einer Teststelle |
| Fragen | 33 aus demselben Katalog | 33 aus demselben Katalog |
| Bestehen | 17 richtige Antworten | 17 richtige Antworten |
| Ergebnis | Bescheinigung, die bei 17 oder mehr richtigen Antworten als Einbürgerungstest anerkannt wird | Zertifikat „Einbürgerungstest“ |
Wer den Integrationskurs vollständig absolviert, legt den Test also ohnehin ab. Wer keinen Kurs besucht hat, meldet sich direkt bei einer zugelassenen Teststelle an – häufig eine Volkshochschule. Termine, Anmeldung und Gebühr (derzeit 25 Euro für den Einbürgerungstest) klären Sie dort; verbindlich ist immer die Auskunft der Teststelle und der Einbürgerungsbehörde.
Die drei Themenbereiche
| Bereich | Worum es geht | Typische Inhalte |
|---|---|---|
| Leben in der Demokratie | Grundgesetz, Grundrechte, Staatsaufbau, Wahlen, Rechtsstaat | Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung, Bundestag und Bundesrat, Wahlrecht, Aufgaben von Gerichten, Parteien |
| Geschichte und Verantwortung | deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, Nationalsozialismus, Teilung und Wiedervereinigung | Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Holocaust, DDR und BRD, Mauerfall 1989, Europäische Union |
| Mensch und Gesellschaft | Zusammenleben, Religion, Bildung, Familie, Arbeit | Religionsfreiheit, Schulpflicht, Gleichberechtigung, Kinderrechte, Arbeitsrecht, Versicherungen |
| Bundesland (3 Fragen) | Ihr Wohn-Bundesland | Landeswappen, Landeshauptstadt, Landtag, geografische Lage |
Die drei Bundesland-Fragen sind die einfachsten Punkte der ganzen Prüfung: Es sind nur zehn Fragen im Katalog, und drei davon kommen. Wer diese zehn lernt, hat drei fast sichere Punkte.
Warum der Test sprachlich anspruchsvoll ist
Die Aufgaben sind Multiple Choice und kurz – aber sie benutzen Wörter, die man im Alltag nie braucht. Genau daran scheitern Teilnehmende, deren Deutsch sonst gut genug wäre:
| Sprachliche Hürde | Beispiele |
|---|---|
| Fachwortschatz Politik und Recht | Grundgesetz, Verfassung, Gewaltenteilung, Legislaturperiode, Bundesrat, Koalition, Volkssouveränität |
| lange Komposita | Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Sozialversicherung, Arbeitslosenversicherung, Gleichberechtigung (dazu Wortbildung) |
| Nominalstil in den Fragen | Wozu dient die Gewaltenteilung? · Welches Recht gehört zu den Grundrechten? (dazu Nominalstil) |
| Negation und Einschränkung | Was gehört nicht …? · Was ist kein …? (dazu Nicht oder kein?) |
| ähnliche Antwortoptionen | Bundestag / Bundesrat / Bundesregierung / Bundespräsident – vier Wörter mit demselben Anfang |
Die wichtigste Lesestrategie: Markieren Sie in jeder Frage das Fragewort und ein eventuelles nicht oder kein. Ein überlesenes nicht macht aus einer richtigen Antwort eine falsche – das ist die häufigste vermeidbare Fehlerquelle im ganzen Test.
Wie man sich effizient vorbereitet
| Schritt | Was Sie tun | Aufwand |
|---|---|---|
| 1. Bundesland zuerst | Die zehn Fragen zu Ihrem Bundesland lernen – drei Punkte, geringer Aufwand | 30 Minuten |
| 2. Wortschatz klären | Die 60 bis 80 Fachwörter aus dem Katalog verstehen, nicht nur auswendig lernen | 2–3 Einheiten |
| 3. Katalog in Blöcken | Je 30 Fragen durcharbeiten, falsch beantwortete markieren und nur diese wiederholen | 10 Blöcke |
| 4. Themen verstehen | Zusammenhänge statt Einzelfakten: Wer wählt wen? Wer entscheidet was? | 2–3 Einheiten |
| 5. Probetests unter Zeit | 33 Fragen in 60 Minuten, mehrmals – bis Sie stabil über 25 richtige Antworten kommen | 3–4 Durchgänge |
Der Puffer ist wichtig: Wer im Üben genau 17 schafft, ist am Prüfungstag zu knapp dran. Zielwert sind 25 und mehr, dann ist das Bestehen auch mit Nervosität sicher. Der offizielle Fragenkatalog und ein Online-Testmuster stehen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kostenlos zur Verfügung.
Der Test ist nur ein Teil der Einbürgerung
Für die Einbürgerung sind mehrere Nachweise nötig – der Test ist einer davon:
- Wissenstest: Einbürgerungstest oder Bescheinigung „Leben in Deutschland“ mit mindestens 17 richtigen Antworten.
- Sprachnachweis: in der Regel Deutsch auf Niveau B1 – etwa durch den DTZ mit B1-Ergebnis, telc Deutsch B1 oder das Goethe-Zertifikat B1. Welche Zertifikate im Einzelfall anerkannt werden, sagt Ihre Einbürgerungsbehörde.
- Weitere Voraussetzungen: Aufenthaltsdauer, Aufenthaltstitel, eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts, Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und weitere Punkte. Diese Regeln ändern sich gelegentlich – verbindlich informiert Ihre Einbürgerungsbehörde, allgemein das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Welche Prüfung für Ihren Fall die passende ist, klärt Welches Niveau brauche ich?, die Sprachseite der Einbürgerung Deutsch für die Einbürgerung. Ich berate zur Sprache und zur Prüfungsvorbereitung – rechtliche Auskünfte zum Verfahren erteilt ausschließlich die zuständige Behörde.
Wie ich Sie dabei unterstütze
Beim Wissenstest selbst brauchen die meisten keinen Unterricht, sondern Struktur – deshalb ist mein Beitrag sprachlich: Wir klären den Fachwortschatz so, dass Sie die Fragen wirklich verstehen und nicht nur Antwortmuster erkennen. Danach lesen wir Fragen gemeinsam als Leseverstehensaufgaben, weil genau das die eigentliche Schwierigkeit ist: Fragewort finden, Negation erkennen, ähnliche Optionen unterscheiden. Parallel läuft bei vielen die Vorbereitung auf den Sprachnachweis B1, und dort liegt der größere Teil der Arbeit – im Einzelunterricht oder in der Kleingruppe, aufbauend auf Deutschkurs B1. Wer aus A2 kommt, findet den Weg unter Von A2 auf B1; wer schon einmal durchgefallen ist, unter Prüfung nicht bestanden?
Häufige Fragen
Wie viele Fragen hat der Test und wie viele muss man richtig haben?
33 Fragen: 30 allgemeine und 3 zu dem Bundesland, in dem Sie den Test ablegen. Sie haben 60 Minuten Zeit.
Bestanden ist der Test mit mindestens 17 richtigen Antworten. Zu jeder Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist.
Sind die Fragen vorher bekannt?
Ja. Der Fragenkatalog ist öffentlich und enthält 300 allgemeine Fragen sowie 10 Fragen für jedes der 16 Bundesländer.
Ihre 33 Prüfungsfragen stammen ausschließlich aus diesem Katalog – eine vollständige Vorbereitung ist also möglich.
Was ist der Unterschied zwischen dem Test Leben in Deutschland und dem Einbürgerungstest?
Inhaltlich ist es derselbe Test. Der Test Leben in Deutschland wird am Ende des Orientierungskurses im Integrationskurs abgelegt.
Wer dabei mindestens 17 Fragen richtig beantwortet, erhält eine Bescheinigung, die als Einbürgerungstest anerkannt wird. Den Einbürgerungstest kann man auch ohne Kurs ablegen.
Ist der Test eine Sprachprüfung?
Nein. Geprüft wird Wissen über Rechtsordnung, Geschichte, Kultur und Gesellschaft – nicht Ihr Deutsch.
Der Test ist aber auf Deutsch und enthält viele Fachwörter aus Politik und Recht. Der Sprachnachweis für die Einbürgerung wird getrennt erbracht, in der Regel auf Niveau B1.
Was kostet der Test und wo kann man ihn ablegen?
Der Einbürgerungstest kostet derzeit 25 Euro. Abgelegt wird er an Teststellen, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassen sind – häufig an Volkshochschulen.
Termine, Anmeldung und aktuelle Gebühren erfahren Sie direkt bei Ihrer Teststelle.
Preise
Einzelunterricht
45 € / 60 Min.100 % individuell · alle Niveaus
Kleingruppe
30 € / Person · 60 Min.2–3 Personen · kommunikativ
Prüfungsvorbereitung
50 € / 60 Min.Einzelcoaching · alle Formate
10er-Pakete mit Rabatt gibt es auf Anfrage, das Erstgespräch ist kostenlos. Die Testgebühr zahlen Sie direkt an Ihre Teststelle. Alle Preise unter Was kostet ein Deutschkurs?
Der Wissenstest ist machbar – der Sprachnachweis braucht Zeit
Wir klären den Fachwortschatz für den Test und arbeiten parallel am B1-Nachweis. Im kostenlosen Erstgespräch planen wir beides zusammen.
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